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Am späten Dienstagabend (22.09.) kam es auf der Bundesstraße 56 zu einem schweren Motorradunfall. Gegen 23 Uhr befuhr ein 22-jähriger Hennefer mit einem 25-jährigen Sozius die Zeithstraße von Pohlhausen in Richtung Seelscheid. Zwischen den Ortslagen Heister und Unterste Zeith, in der langgezogenen Rechtskurve nach der langen Geraden am Sportplatz, kam die Yamaha nach links von der Straße ab und geriet jenseits des parallel verlaufenden Radwegs in ein Waldstück.
Ein Ohrenzeuge hatte das Beschleunigen eines Motorrades, gefolgt von einem lauten Knall wahrgenommen. Die daraufhin alarmierten Kräfte von Rettungsdienst und Polizei fanden das verunglückte Motorrad mit den beiden Personen am beschriebenen Ort vor. Die schwere Yamaha hatte eine schräg verlaufende schmale Schneise im dichten Buschwerk hinterlassen.
Beide Männer hatten schwere Verletzungen davongetragen, bei dem Fahrer konnte der eingesetzte Notarzt eine Lebensgefahr nicht ausschließen. Der hinzugerufene Löschzug Seelscheid der Freiwilligen Feuerwehr schnitt einen breiteren Zugang in die Sträucher am Straßenrand und unterstützte den Rettungsdienst beim Transport eines der Männer zum Rettungswagen. Nach ihrer Erstversorgung vor Ort wurden beide in Krankenhäuser eingeliefert.
Warum der 22-Jährige die Kontrolle über das Motorrad verloren hatte, konnte die Polizei noch nicht klären, die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Es hätten sich aber Hinweise dafür ergeben, daß der Hennefer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und das Motorrad nicht für den Straßenverkehr zugelassen war. Darüber hinaus hatte einer der beiden Männer - es wird derzeit vom Sozius ausgegangen - nur einen Fahrradhelm getragen.
Die Zeithstraße blieb im Bereich der Unfallstelle bis gegen 0.30 Uhr komplett gesperrt. Nach Abrücken von Rettungsdienst und Feuerwehr konnte der Verkehr einspurig wieder passieren. Die Unfallaufnahme der Polizei dauerte weitere zweieinhalb Stunden an. Erst nach 3 Uhr ließ sie das Motorrad zur Sicherstellung bergen und abtransportieren.
Den 22-jährigen Hennefer erwarten Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungs-Gesetz. Am heutigen Morgen wurde bekannt, daß bei ihm keine akute Lebensgefahr mehr bestehe. (cs)













